Das für alle Interessierten offene und kostenlose Forschungsforum wurde vor vier Jahren an der GMPU gegründet und startet in die mittlerweile siebte Ausgabe. Es präsentiert die Vielfalt der wissenschaftlichen und künstlerischen Forschung an der GMPU und lädt dabei auch immer externe Gäste ein, die an Aktivitäten des Hauses andocken.

Fünf Beiträge gibt es im Sommersemester: Den Auftakt gestalten am Dienstag, den 3. März (17 Uhr, quARtier) zwei Gäste der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), Katelyn Rose King (Percussion) und Dustin Zorn (Komposition und elektronische Musik), mit „Touching Tape: Collaborative Instrument Design Between Composition and Performance“. Beide forschen im Rahmen ihrer Doktoratsstudien an der mdw und geben Einblick in kollaborative Prozesse, die dazu einladen, Materialität, Instrumentenbau und musikalische Praxis neu zu denken.

Es folgt am 24. März ein Schwerpunkt auf Musikpädagogik mit der Präsentation des neu erschienenen Sammelbandes „vernetzt.gestalten – Interdisziplinarität und musikalische Bildung“ durch Helmut Schaumberger und Anne Fritzen. Es ist der erste Band der neuen, in Kooperation mit dem Waxmann Verlag gegründeten Reihe Klagenfurter Musikdiskurse.

Nach der Osterpause, am 14. April, sind unter dem Titel „Hearing Loss – Doing Loss: Music, Grief, and End-of-Life Care“ zwei Forschende der Universität Bergen zu Gast. Wolfgang Schmid und Jill Halstead präsentieren eine Lecture-Performance mit Filmvorführung, wobei Musiktherapie und künstlerische Forschung im Vordergrund stehen.

Das Forschungsforum ist immer auch ein Ort, die Arbeiten der Neuzugänge am Haus kennenzulernen. Am 28. April präsentiert so Uliana Bychenkova – Univ.-Ass. für Klang und Intermedia – ihre feministische Perspektive auf „Noise–Nuisance–Jouissance: A Feminist Politics of Excess“. Zwischen Störung, Intensität und Überschuss eröffnet sich der Vortrag als Denk- und Hörraum.

Den Abschluss bildet am 02. Juni die Antrittsvorlesung von Univ.-Prof. Dr. Christopher A. Williams mit dem Titel „What If? Why Not? In Praise of (Musical) Questions“. Im Spannungsfeld von Improvisation, Ethik und künstlerischer Praxis plädiert er für die produktive Kraft musikalischer Fragen – und lädt dazu ein, Spekulation als Motor künstlerischer Forschung ernst zu nehmen.Die Veranstaltung beginnen jeweils um 16:30 Uhr mit einem Teeempfang, die Vorträge starten 17:00 Uhr. Orte sind im Wechsel der Neue Saal im Konzerthaus und das quARtier. auf dem Campus in der 8.-Mai-Straße