Univ.-Prof. Dr. Mats Küssner (Universitätsprofessor für Angewandte Musikwissenschaft) hat gemeinsam mit Kolleg*innen vom Sydney Conservatorium of Music und Institut für Musikwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin einen neuen Forschungsartikel über Erlebnisqualitäten mentaler Vorstellungen beim Hören von Ambient-Musik im Jahrbuch Musikpsychologie veröffentlicht.

In der Studie wurden 65 Personen gebeten, drei Ambient-Musikstücke anzuhören, die fröhliche, zärtliche und ängstliche Emotionen vermittelten, und zu beschreiben, was sie sich dabei vorstellten.

Storytelling erwies sich dabei als das häufigste Imaginationsmuster: Die Teilnehmenden stellten sich beim Hören der Musik häufig konkrete Szenen, Orte und Umgebungen vor. Darüber hinaus riefen die Ambient-Stücke Vorstellungen hervor, die mit Emotionen und Atmosphären verbunden waren. Insgesamt tragen diese Ergebnisse zu einem differenzierteren Verständnis der durch Ambient-Musikstücke hervorgerufenen mentalen Vorstellungen bei.

Dies ist besonders relevant für angewandte und kreative Kontexte, in denen solche Musik aufgrund ihrer atmosphärischen, emotionalen und immersiven Eigenschaften eingesetzt wird.