Wir starten heute mit einer Interviewserie mit ehemaligen Studierenden der GMPU, die jetzt Teil des GMPU-Lehrenden-Teams und unseres Alumni-Netzwerks sind. Den Auftakt macht ein Gespräch mit Hannah Haslinger.

Hannah Haslinger ist Orchestermusikerin beim Kärntner Sinfonieorchester, freischaffende Harfenistin und Pianistin sowie Lektorin für Volksharfe an der GMPU. Sie absolvierte mehrere Studien im künstlerischen und pädagogischen Bereich, darunter einen Master in „Specialized Music Performance“ sowie einen Master in „Music Performance“ im Fach Harfe an der Zürcher Hochschule der Künste. Darüber hinaus schloss sie an der GMPU den Master „Instrumental- und Gesangspädagogik“ im Fach Klavier ab. Weitere Studien führten sie an das KONSE, wo sie das künstlerische Diplom (1. Studienabschnitt) und IGP im Fach Harfe sowie „Instrumental- und Gesangspädagogik“ im Fach Klavier absolvierte. Ergänzend belegte sie ein Lehramtsstudium in Deutsch und Englisch an der Universität Klagenfurt. Als Lieblingsfach nennt sie Kammermusik. In ihrer Freizeit liest sie gerne, treibt Sport, verbringt Zeit mit Familie und Freund*innen und reist gerne. Als musikalisches Vorbild nennt sie Sarah O’Brien.

3 Dinge, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde:
Buch, Sonnenbrille, Zitronenwasser

Welches Wort/welchen Satz verbindest du mit der GMPU?
Die Offenheit, gemeinsam neue Wege zu gehen.


Warum fiel deine Wahl beim Studium auf die GMPU?
Es spielten viele Faktoren eine Rolle: Die GMPU war eine neue Universität mit neuen Strukturen. Von meiner ehemaligen Klavierprofessorin Elisabeth Väth-Schadler, bei welcher ich bereits mehrere Jahre studierte, wurde mir nach dem IGP-Abschluss ein Lehrerwechsel empfohlen.

Von Lorenzo Cossi habe ich nur Gutes gehört und war sehr beeindruckt von ihm, weshalb die Wahl, bei ihm an der GMPU einen Master zu absolvieren, schnell auf ihn fiel. Es gibt außerdem viele Konzertformate, die es den Student*innen ermöglichen, im Rahmen des Studiums aufzutreten und sich in verschiedenen Stilrichtungen und Besetzungen zu erproben; Das war für mich sehr wertvoll. Seitens der GMPU wurde einem selbst auch immer Wertschätzung entgegengebracht und es wurde durch eine familiäre Atmosphäre viel Rücksicht auf jede*n Einzelne*n genommen.

Welche Skills hast du im Studium erworben, die besonders wertvoll sind?
Neben dem Künstlerischen ging es auch um den Zugang zur Musik und wie man gut unterrichtet. Durch die neue Besetzung von wissenschaftlichen Professuren mit Personen wie Helmut Schaumberger und Julian Schunter, nur um zwei zu nennen, erhielten wir einen tollen Zugang zu Fachwissen und praxisorientiertem Arbeiten.

Was würde dein Vergangenheits-Ich nach Studienabschluss zu dir sagen, wenn es dich heute sehen würde?
Es wäre erfreut und beeindruckt, dass sich so viele Möglichkeiten aufgetan haben.

Welchen Ratschlag gibst du an unsere Studierenden weiter?
„Legt euch nicht zu schnell darauf fest, was ihr wollt bzw. was ihr nicht wollt, und seid offen für neue Wege des Musizierens und ebenso, was berufliche Vorstellungen betrifft.“

Wie kam es, dass du nach Studienabschluss die GMPU als Arbeitgeber entdeckt hast?
Als Studentin war es eine Art Wunschvorstellung, als Professorin an einer Universität zu arbeiten, aber in der Realität war das zur damaligen Zeit utopisch. Jetzt nach ein paar Jahren mit beruflicher Erfahrung habe ich die Stellenausschreibung gesehen und mir gedacht, dass ich es einfach versuche, und es hat zum Glück geklappt.

Was macht die GMPU als Arbeitgeberin interessant?
Die Wertschätzung seitens der GMPU zieht sich auch als Arbeitgeber weiter: Man wird als Künstler*innenpersönlichkeit angenommen und geschätzt, wie man ist. Die GMPU ist offen und hat großes Vertrauen in ihr Kollegium, wodurch man ermutigt wird, gemeinsam an der Weiterentwicklung der Universität zu arbeiten. Den Angestellten wird somit viel Freiheit geboten, man muss in kein „vorgefertigtes Schema“ passen. Ich habe schon immer mehrere Berufs- und Tätigkeitsfelder parallel, seien des Studien und/oder Berufe, ausgeübt, weil ich vielseitig interessiert bin, und in der Vergangenheit wurde mir oft gesagt, dass das auf Dauer nicht klappen würde und ich mich auf einen Schwerpunkt festlegen muss. Dass ich nun an der GMPU mit diesem bunten Profil nicht nur akzeptiert, sondern sogar erwünscht bin, ist sehr schön.

Was gibst du als Lehrkraft deinen Studierenden weiter?
Mir ist es wichtig, den Blickwinkel der Studierenden zu erweitern und sie dabei zu unterstützen, aus den Kursen immer für sich selbst etwas mitzunehmen, was sie für ihre zukünftigen Pläne am besten gebrauchen können. Dabei versuche ich, meine Erfahrungen aus dem Orchesterbestrieb und dem freischaffenden Musikbereich in den Unterricht einfließen zu lassen.