Welche Fächer unterrichten Sie und was macht diese aus?

Ich unterrichte Musikgeschichte 1 (Antike, Mittelalter), Musikgeschichte 2 (Renaissance, Barock), Notationskunde (Einführung in historische Notationen) und Historische Instrumentenkunde (alte Musikinstrumente). 

Dies sind alles Bereiche, die unsere Student*innen nicht jeden Tag „über den Weg laufen“, besonders im eigenen musikalischen Tun. Obwohl diese Bereiche eben so fern sind, versuche ich die Inhalte möglichst klar aber dennoch spannend (bis unterhaltsam) an die Frau / an den Mann zu bringen

Was macht das Unterrichten spannend?

Das analoge Tun mit Menschen (sofern es gerade möglich ist).

Was mögen Sie an Klagenfurt? Warum sollte man hier studieren?

Für mich persönlich ist Klagenfurt das Leben wie auf dem Land und dennoch lebe ich in einer (Klein)-Stadt. Ja, Musik studieren sollte man (auch) in Klagenfurt, weil es hier die GMPU gibt!

Warum haben Sie sich für Ihr Instrument entschieden?

Mein ursprüngliches (Musik)-Instrument hat mich gefunden, nicht umgekehrt: es war die Orgel. Vor ca. 5 Jahren hab ich aber den „Orgel-Schlüssel an den Nagel gehängt“, ich hab (scheinbar) genug Orgel gespielt in meinem Leben, hab mein „Lebenspensum“ Orgelspiel erfüllt.

Mein Haupt-Instrument (im wahrsten Sinne des Wortes) war von frühester Kindheit an und ist es noch heute: mein Kopf, mit all seinen Möglichkeiten (hören, sehen, riechen, schmecken, denken, merken, fantasieren …). Und ich übe jeden Tag, und dies mit großem Vergnügen!

Welche Station(en) in Ihrem Werdegang hat(haben) Sie fachlich am meisten geprägt? 

Es waren immer Menschen, die mich sowohl fachlich als auch persönlich  in ihren Bann gezogen, die mich unendlich begeistert haben, z.B. Josef Mertin (der Urvater der Alten Musik in Österreich), Anton Heiller (mein Orgel-Meister), Viktor Sokolovski (der „Gralshüter“ des Zwölftonspiels nach Joseph Matthias Hauer), …

Was macht die GMPU Ihrer Meinung nach aus?

Das Menschliche! Die GMPU hat menschliche Dimensionen, sie ist klein und überschaubar, ist keine Massen-Musik-Uni. In unserer Uni ist auch die Menschlichkeit groß geschrieben: der Umgang miteinander ist zuvorkommend und liebevoll, man kennt einander. Auch spürt man das Bemühen aller, auf gleicher Augenhöhe miteinander zu tun, was eine Grundvoraussetzung für jedes musikalische Arbeiten an einer Universität ist.